Postproduktion – das A&O für jeden Film

Nach dem Dreh ist ein Film noch lange nicht fertig – die Postproduktion – hier im Überblick:

Unverzichtbar für jedes Video – egal, ob es ein Blockbuster, ein Imagefilm oder das nächste YouTube-Video ist. Ohne eine gute Postproduktion geht gar nichts. Besonders im Vordergrund stehen dabei Struktur, Sorgfalt sowie ein perfekt ausgearbeitetes Konzept.

Doch am besten beginnt man ganz vorne: Was also bedeutet “Postproduktion“?

Die Postproduktion, auch Nachproduktion genannt, bezeichnet in erster Linie das Erstellen eines Films am Computer. Dazu zählen der Schnitt, bei dem alle Sequenzen in die richtige Reihenfolge gebracht werden und die digitale Nachbearbeitung in der Form von visual effects sowie die Bild- und Tonnachbearbeitung.

Der Ablauf ist in etwa sogar immer derselbe.

Schritt 1: Sichtung

Hier werden alle Aufnahmen überprüft und mit dem Storyboard abgeglichen. So kann gewährleistet werden, dass keine Szene vergessen wurde und keine Sekunde zu wenig gedreht wurde.

Für das Endprodukt werden bei diesem Arbeitsschritt zudem schon die besten Sequenzen markiert.

Schritt 2: Musikwahl

Was wäre ein Film ohne seine Musik? Die richtige dafür zu finden ist allerdings gar nicht so einfach. Und damit die einzelnen Szenen dann auch auf den Rhythmus der ausgewählten Melodie abgestimmt werden können, sucht man schon jetzt die besten Werke heraus.

Insbesondere die Stimmung soll mit der Musik unterstrichen werden. Damit es noch deutlicher wird, was für eine massive Auswirkung Musik bei einem noch so kurzen Film hat, hier ein kleines Beispiel.

Läuft in einer Dokumentation, also einem sachlich gestalteten Film, ein Nashorn durch die Steppe, entscheidet die Musik allein darüber, wie man dieses Nashorn wahrnimmt. 

Mit melancholischen, langsamen Tönen wirkt das Nashorn einsam und traurig. Mit funkigen, schnellen Rhythmen aber, ist es in der Wahrnehmung des Zuschauers aufgeweckt und voller fröhlichem Tatendrang.

Schritt 3: Sequenzen ordnen und schneiden

Die wichtigsten und besten Sequenzen sind ausgewählt, nun müssen sie nur noch nach dem für das Video Marketing sinnvollen Konzept geordnet und auf die richtige Länge getrimmt werden. Hier werden verschiedene Schnitttechniken verwendet, um eine Charakteristik im Film zu erzeugen. Näheres finden Sie (bald) in unserem neuen Blog-Artikel zu den Schnitttechniken! 

Durch das Schneiden wird verhindert, dass ein szenischer Einschub zu viel Raum bekommt, wohingegen eine sachlich wichtige Szene auf zu kleiner Bühne stattfinden muss.

Schritt 4: Visuelle Effekte

Das, was sich wahrscheinlich die meisten unter einer “Postproduktion“ vorstellen, kommt erst jetzt: die Bearbeitung der Aufnahmen mit Effekten.

Spätestens hier ist die angepeilte Plattform von größter Bedeutung. Für bestimmte Videos auf YouTube beispielsweise, lassen sich problemlos eher triviale Animationen einfügen, wie künstlich aussehende Explosionen oder gar Memes.

Bei professionellem Video Marketing ist das in den seltensten Fällen zu empfehlen. Hier beginnt man ohnehin erst mal mit den grundlegenden Effekten wie Textbausteinen.

Meist werden solche oder ähnliche Effekte eingesetzt, um vorhandenes Videomaterial zu verbessern oder bestimmte Reaktionen beim Zuschauer hervorzurufen.

Dabei können beispielsweise mit der Bearbeitungssoftware “After Effects“ visible und invisible Effekte eingefügt werden. Sichtbare, also visible Effekte, sind besonders auffällig. Als Beispiel sind hier die sich transformierenden Autos im Blockbuster “Transformers” zu nennen. 

Unsichtbare, also invisible Effekte, sind für den späteren Rezipienten nicht erkennbar. Ein ersetzter Greenscreen zum Beispiel.

Schritt 5: Sounddesign und Tonmischung

Und noch einmal ist man beim Ton. Der ist durch die Auswahl der Musik nämlich absolut noch nicht abgeschlossen. Auch aufgenommene Stimmen müssen noch optimal angepasst werden.

Beim Sounddesign werden die im Film gezeigten Bilder zusätzlich akustisch untermalt. Der Sound wirkt hier also wie eine Stütze, um die Aufnahmen hervorzuheben. Es werden beispielsweise Motorengeräusche intensiviert oder die Atmosphäre des Bildes unterstrichen. Hier wäre abermals das Nashorn-Beispiel angebracht.

Das erklärte Ziel dabei ist es immer, den Zuschauer möglichst präzise anzusprechen.

Die Tonmischung dagegen umfasst das Einpegeln des Tons sowie das Vormischen der einzelnen Tonspuren in Kategorien. Diese Kategorien nennt man Stems.
Weiterhin werden beispielsweise die Dialoge im Hinblick auf ihre Sprachqualität veredelt.

 

Schritt 6: Color correction und Color grading

Farben – ebenfalls absolut essenziell in einem Film. Lässt man sie weg, erzielt man sofort eine alt anmutende oder traurige Atmosphäre. Verstärkt man die Vielfalt der Farben entsteht sofort ein fröhlicheres Bild.

Damit hat die Color correction allerdings zunächst nichts zu tun. Hier wird wortwörtlich die Farbe des Videomaterials korrigiert, sodass “Weiß” auch tatsächlich “Weiß” und nicht “Cremeweiß” ist. Aber auch störende Lichtverhältnisse werden mithilfe einer Color Grading Software wie “DaVinci Resolve” angepasst.

Das Color Grading umfasst das Verleihen von Farbe beim Filmmaterial. Damit ist es mit der wichtigste Schritt bei der Entstehung des Looks und der Atmosphäre des Films.

So kann im Nachhinein eine düstere, trübe oder auch eine lebendig romantische Stimmung erzeugt werden.

Schritt 7: Die Abgabe

Die gehört natürlich nur noch bedingt zur Postproduktion. Sind aber alle oben beschriebenen Schritte abgeschlossen, wird der Film noch einmal sorgfältig angeschaut und dann an den Auftraggeber geschickt.

Ab diesem Zeitpunkt ist die Produktion bis auf kleine nachträgliche Veränderungen des Films tatsächlich komplett fertig.

Fazit

Wie anfangs erwähnt, kann kein Film ohne eine strukturierte sowie professionelle Postproduktion existieren. Hier bekommt das Video nicht nur seinen letzten Schliff, sondern eben auch diesen unverwechselbaren Charme verliehen, der dem Consumer dann am Ende auffallen wird.

Und genau dafür muss der Film jeden einzelnen der beschrieben Schritte durchlaufen.

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