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Im letzten Blog-Artikel zum Thema Kamera Grundlagen wurde sich dem Sensor und dem Shutter gewidmet. Jetzt liefert Deine Fullservice- und Filmagentur aus dem Raum Mannheim, Heidelberg noch die anderen Grundlagen wie versprochen nach.

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Die Blende

Der Sensor und der Shutter k√∂nnen nat√ľrlich nicht im Alleingang die Filme drehen, daf√ľr brauchen sie noch ein paar helfende H√§nde.
Eine dieser helfenden Hände ist die Blende.
Sie ist auch noch heute ein mechanisches Bauteil und besteht aus mehreren Lamellen, wodurch eine √Ėffnung entsteht.¬†Die Aufgabe des Kameramanns ist es unter anderem die Gr√∂√üe dieser √Ėffnung anzupassen.
Die Blende bestimmt dann in erster Linie den Lichteinfall ‚Äď sprich wie sehr der Sensor ‚Äúgeblendet‚Äú wird ‚Äď und in zweiter Linie die Sch√§rfentiefe, auch bekannt als Tiefensch√§rfe. Wir finden Sch√§rfentiefe allerdings passender, da wir von dem Bereich sprechen, in dem der Fokus liegt.

Wenn die Blende weit geöffnet ist, ist die Schärfentiefe sehr flach.
Also wird alles, was von dieser Schärfenebene weiter weg ist, auch weniger scharf. Dabei gilt: Je weiter ein Objekt von besagter Fläche weg ist, desto weniger scharf ist es auch.
Grunds√§tzlich entscheiden allerdings insgesamt drei Faktoren dar√ľber: besagte Gegenstandsweite, die Blenden√∂ffnung und die Sensorgr√∂√üe.
Je kleiner die Blendenöffnung ist, desto größer wird also auch die Schärfentiefe.
Aber was ist denn da jetzt besser?
Pauschal lässt sich das nicht beantworten, weil die Einstellung ganz auf die Szenerie ankommt. In der Werbung und bei Kinofilmen aber wird am häufigsten eine flache Schärfentiefe eingesetzt.

Wichtig:

Die Blende sitzt nicht in der Kamera selbst, sondern im Objektiv!

Und ein Objektiv ist bekanntlich austauschbar.
Dabei gibt es zum Beispiel Objektive, die eine kleine Anfangsblende haben. Das gilt vor allem f√ľr Weitwinkel- und Zoom-Objektive.
Diese Objektive haben dann oft eine maximale Blendenöffnung im Bereich von etwa f/2.8 bis f/4.0.
Was dieses “f/“ ist?
So kann abgelesen werden, wie groß die Blendenöffnung tatsächlich ist.
Diese kleine Angabe hat folgende Bedeutung: Brennweite/Blendenzahl.
Hat man also eine Blendenzahl von 4.0 und eine Brennweite von 35 mm, beträgt die Größe der Blendenöffnung 8,75 mm.
So wirkt die Regel, dass eine kleine Blendenzahl eine große Blendenöffnung bedeutet, auch direkt viel sinnvoller.
Oder um es ein wenig verständlicher zu formulieren: Je kleiner die Blendenzahl ist, desto größer ist die Blendenöffnung und desto mehr Licht fällt auf den Sensor. Das heißt wiederum, dass das Bild heller und die Schärfentiefe schmaler wird.

Brennweite …

… irgendwie ist hier die ganze Zeit die Rede von so einer Brennweite. Aber was genau ist das eigentlich?
Die Brennweite ist der Abstand zwischen dem Punkt, auf den fokussiert wird, und der Linse, an der sich die einzelnen Bildpunkte b√ľndeln. Sie wird immer in Millimetern gemessen.
Die Brennweite bestimmt, wie viel am Ende dann das fertige Bild passt.

Aber Vorsicht!

Der Bildwinkel bei gleicher Brennweite ändert sich mit der Sensorgröße!
Das bedeutet, dass eine Brennweite von 35 mm zwar immer exakt dieselben 35 mm sind, diese Zahl ohne die Sensorgröße allerdings nicht aussagekräftig ist.
Das heißt, dass man mit demselben Objektiv auf verschiedenen Kameras unterschiedlich viel Bild einfängt, während durchgängig dieselbe Brennweite eingestellt ist.
Wieso das so ist?
Das Objektiv b√ľndelt das Licht und bringt somit ein kreisf√∂rmiges Bild zum Sensor. Dieser aber ‚Äď wie im letzten Blog-Artikel zu lesen war ‚Äď hat ja nur ein begrenztes Feld, das er ausliest. Ist der Sensor also besonders klein, wird auch nur ein besonders kleines Bild ausgelesen, ist der Sensor besonders gro√ü, ein besonders gro√ües. Das hei√üt, das Bild ist unterschiedlich gro√ü, obwohl mit derselben Brennweite gearbeitet wurde.
Somit kann ein 35 mm-Objektiv sowohl ein Tele- als auch ein Weitwinkelobjektiv sein.
Unter Fotografen ist das auch als “Crop-Faktor“ bekannt, weil ein kleiner Sensor einen Teil des projizierten Bildes abschneidet.

Neutral Density

Klingt kompliziert, ist es zum Gl√ľck gar nicht. ‚ÄúNeutral Density‚Äú oder auch ‚ÄúNeutraldichtefilter‚Äú, ist lediglich ein Gadget, das es dem Kameramann erleichtert, f√ľr die Kamera etwas Licht aus der Umgebung zu nehmen.¬†
Es ist nichts anderes als eine Sonnenbrille f√ľr die Kamera.
Wie schon gesagt, soll dieser Neutraldichtefilter Licht schlucken. Doch jetzt dr√§ngt sich nat√ľrlich die berechtigte Frage auf, wieso man daf√ľr nicht einfach die Parameter an der Kamera direkt verstellt.

Der Grund: Man will nicht, dass das Bild anf√§ngt zu rauschen, da der Sensor im Prinzip schon richtig eingestellt ist. Und auch beim Abblenden oder einer anderen Einstellung des Shutters w√ľrden Nachteile entstehen. So w√ľrde das Abblenden die Sch√§rfentiefe vergr√∂√üern, was aus gestalterischen Gr√ľnden vielleicht nicht w√ľnschenswert ist und das Ver√§ndern des Shutters h√§tte zur Folge, dass die Bewegungsunsch√§rfe weniger w√ľrde, weil man k√ľrzer belichtet und deswegen Bewegungen anders dargestellt werden w√ľrden.

Also Sonnenbrille auf und das Problem ist gelöst.

 

Weißabgleich

Der letzte Punkt in Sachen Grundlagen f√ľr das Filmen mit einer Kamera: der Wei√üabgleich. Im √úbrigen auch das Letzte, was vor dem Drehbeginn vom Kameramann einzustellen ist.¬†
Das menschliche Auge ist dazu in der Lage, sich selbst dem Licht seiner Umgebung anzupassen ‚Äď eine Kamera kann das leider (noch) nicht.
Die ist in der Regel auf klassisch-k√ľnstliches, sprich warmes Licht eingestellt.
So ist sie auf das Kunstlicht mit einem Wert von 3200 K genormt, wobei hier das ‚ÄúK‚Äú f√ľr die anzuwendende Einheit ‚ÄúKelvin‚Äú steht. Bei diesem Licht stellt die Kamera alle Farben perfekt dar, ein sch√∂nes Wei√ü ist auch auf dem sp√§teren Bild ein sch√∂nes Wei√ü.
Wenn man nun aber ins Freie geht, wird alles blau. Warum? Weil die Kamera mit der Ver√§nderung des Lichts nat√ľrlich erst einmal nichts anfangen kann.

Und daf√ľr macht man den Wei√üabgleich.

Man teilt der Kamera hier sozusagen mit, dass sich die Farben gerade ver√§ndert haben, man jetzt mit 5600 K (einem Mittelwert f√ľr Sonnenlicht) dreht.
Dadurch passt sich die Kamera wieder an und stellt alle Farben wieder korrekt dar. 

Wieso das jetzt “Weißabgleich“ heißt?
Weil die Korrektheit der Farbe am Besten anhand der Farbe Weiß zu erkennen ist. Dort sieht man nämlich jeden kleinen Farbstich.

Fazit

Nach diesen beiden Blog-Artikeln zum Thema Kamera Grundlagen der Fullservice- und Filmagentur aus dem Raum Mannheim, Heidelberg OnPräs kannst Du schon mit sehr viel Wissen glänzen.
Denn das sind die Grundlagen f√ľr jeden Dreh ‚Äď ohne die ein fantastischer Film gar nicht m√∂glich w√§re.

Wenn Du jetzt noch wissen willst, welche Kamera OnPr√§s benutzt, schau demn√§chst mal wieder rein ‚Äď vielleicht verraten wir‚Äôs ja. ūüėČ

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