Kameragrundlagen 1/2

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Geschrieben von Team Onpräs

August 24, 2020

Kurzbeschreibung

Filme, Serien, Spots, Videos: Sie alle müssen produziert werden, mit Kameras, Mikrofonen und Expertise.  Dabei ist es egal, ob der Film dann am Ende auf Netflix oder YouTube landet; jede Sekunde muss von höchster Qualität sein. Die Grundlagen des Filmens – jetzt hier, nur bei OnPräs.

Filme, Serien, Spots, Videos: Sie alle müssen produziert werden, mit Kameras, Mikrofonen und Expertise. 
Dabei ist es egal, ob der Film dann am Ende auf Netflix oder YouTube landet; jede Sekunde muss von höchster Qualität sein. Gerade in Zeiten der schier endlosen digitalen Möglichkeiten.
Aber was muss bei dem Dreh eines solchen Films mit einer professionellen Kamera eigentlich beachtet werden?
Die Grundlagen des Filmens – jetzt hier, nur bei OnPräs.

Als Fullservice- und Filmagentur aus dem Raum Mannheim, Heidelberg hat OnPräs natürlich schon den ein oder anderen Film verwirklicht. Die hohe Qualität jedes einzelnen Videos aber fundiert auf dem Know-how unserer Produktion – welche ebenfalls bei den absoluten Grundlagen einer Filmkamera beginnt.
Und damit auch Du diese Grundlagen hast, listen wir sie Dir hier auf, beginnend mit dem Bildsensor.

Der Bildsensor

“Sensor“, ein eher kryptischer Begriff – dabei ist es gar nicht so kompliziert, insbesondere wenn man ihn mit einem Wort aus früherer Zeit beschreibt. Der Sensor, heute oft elektronisch, war damals nämlich schlichtweg der in die Kamera eingelegte Film.
Auch zu dieser Zeit war dieser schon verschieden empfindlich, wodurch man deutlich machen musste, welcher Film für welche Aufnahmen geeignet war. Deswegen entschied man sich für die Einheit “ASA“. Deren Wert war auf den Filmverpackungen abgedruckt und ließ sich so leicht als Indikator für die Empfindlichkeit des Films nehmen.
Den Fachbegriff für eben jene Empfindlichkeit kennen aber wahrscheinlich auch alle Hobbyfotografen: ISO.
Bei Videokameras spricht man heute statt von ASA alternativ auch von “Gain“, der Sensor ist heutzutage immer elektronisch.

Heutzutage muss der Sensor bei zu hoher oder zu niedriger Empfindlichkeit – ISO – auch nicht mehr ausgetauscht werden, er kann einfach elektronisch verstärkt werden. Dabei gibt die Zahl der Einheit ASA an, wie stark der Sensor auf dieselbe Lichtmenge reagiert. Die Werte reichen dabei von 50 bis 100 ASA (was für direktes Sonnenlicht geeignet ist), bis zu rund 3000 ASA, manchmal auch 6000 bis 8000 ASA, bei Videokameras. Fotokameras können weitaus höhere Wert erreichen.

Fotografen werden es kennen:

…wenn der Sensor sehr empfindlich, also etwas zu sehr emotional ist, bekommt das Bild ein sogenanntes Rauschen – das Bild wird ein wenig “krisselig“, was tatsächlich bedeutet, dass Pixel aktiviert werden, die sich eigentlich noch ein wenig entspannen könnten und somit ausbleiben sollten.
So entscheidet schon das erste Teil einer Filmkamera, das Du von OnPräs gezeigt bekommst, über die Qualität des Bildes. Denn ist der Sensor falsch eingestellt, können die Konturen noch so scharf sein – ein überragendes Bild wird nicht mehr zu bekommen sein.

Aber Achtung: auch die Größe des Bildsensors hat einen Einfluss – und zwar auf die Schärfentiefe!
So ist mit dem in der Regel sehr kleinen Sensor einer Handy- oder EB-Kamera niemals ein so weicher Hintergrund zu erzeugen wie mit einem Super-35-Sensor, Vollformatsensor oder sogar 65mm-Sensor.
Die Schärfentiefe ist bei den großen Sensoren nämlich sehr flach.

Noch ein kleiner Funfact zum Thema Sensor: Noch bis vor 15 bis 20 Jahren wurden mehr Produktionen mit einem heute Film durchgeführt als mit dessen elektronischen Pendants. Die aufgenommenen Sequenzen wurden zwar auch im Nachhinein digitalisiert – aufgenommen aber trotzdem auf Film. Erst um das Jahr 2010 wurden Kinofilme standardmäßig digital.

Sogar der noch relativ neue Film “La La Land“ wurde zum Teil auf Film gedreht, weil damit dieser klassische Kinofilm-Look erzeugt werden sollte.

Der Shutter

Der Bildsensor ist ja aber nicht das einzig wichtige Teil einer Filmkamera, vor diesem liegt nämlich der Shutter.
Um dessen Funktion besser erklären zu können, nimmt man wieder den kleinen Bruder, die Fotokamera. Bei dieser gibt es nämlich auch einen Shutter. Dieser wird dort nur einmal ganz kurz aufgemacht und lässt so Licht für genau ein Bild auf den Sensor. Der Shutter ist also sozusagen der Türsteher für den Edel-Club Sensor. 
Bei Fotokameras spricht man dabei dann von der “Verschlusszeit“, für Hobbyfotografen sicherlich wieder ein bekannter Begriff. 
Doch zurück zur Filmkamera. Bei der geht der Shutter nämlich nicht einfach nur kurz einmal auf, sondern immer wieder hintereinander, in regelmäßigen Abständen. 
Früher war auch der bei Filmkameras mechanisch. Heute hat sich das etwas geändert. Der Sensor ist heute oft der Shutter. Wie das funktioniert?
Ganz einfach – der Sensor wird einfach elektronisch nur in einer bestimmten Zeit ausgelesen, wodurch kein extra eingebauter Shutter mehr nötig ist und trotzdem dasselbe Ergebnis erzielt wird.

Global Shutter & Rolling Shutter

  • Der Gobalshutter tastet den ganzen Sensor auf einen Schlag ab, liest ihn auf einmal aus. Sprich Alles ist auf einem Bild, Alles wird auf einmal ausgelesen, Brüche im Bild sind nicht zu erkennen. Deswegen ist diese Art von Shutter auch der bessere, allerdings – wie so oft bei elektronischen, sehr guten Dingen – auch der deutlich teurere in der Produktion.
  • Der Rolling Shutter hingegen liest das Bild in Teilen aus. Am besten vorzustellen ist es, wenn man sich ein Bild auf einem Tablet denkt, das noch verdeckt ist. Nun spielt man selbst Rolling Shutter – was sich in diesem Zusammenhang wie ein Videospiel anhört – und fährt langsam mit dem Finger von links oben nach rechts unten. Während man das tut, wird das Bild immer mehr sichtbar, bis am Ende ein vollständiges Foto zu sehen ist. Und genauso macht das auch der Rolling Shutter. Er liest das Bild des Sensors zeilenweise aus und setzt diese Zeilen dann zu einem Bild zusammen. Das aber, kann sich bei dem Filmen von Bewegungen bemerkbar machen, da das Bild ja gewissermaßen nicht unmittelbar zusammenhängend ist. Von Rolling Shutter gibt es allerdings auch noch schnellere und langsamere, was die Qualität des Bildes wiederum entscheidend beeinflusst.

Du willst wissen, welchen Shutter die Filmagentur OnPräs benutzt? Dann schau demnächst mal wieder vorbei, wir werden es Dir verraten! 😉

Die 180 – Grad – Regel

Was unbedingt beim Thema Shutter erwähnt werden muss, ist die 180-Grad-Regel – nicht zu verwechseln mit der bekannten 180-Grad-Achsenregel.
Die 180-Grad-Regel bezieht sich nämlich auf den Shutter.
Die Bezeichnung rührt von früher, als man noch mechanische Shutter verwendete und man noch Umlaufblenden nutzte. Eine Umlaufblende ist eine Kreisfläche, aus der ein Winkel ausgeschnitten ist.
Dieser Kreis dreht sich mit gleichbleibender Geschwindigkeit innerhalb der Kamera, wodurch immer ein Teil des Sensors – wir erinnern uns: des Films – verdeckt und ein Teil frei, also mit Licht benetzt, war.
Je größer dabei der Winkel aus der Umlaufblende war, desto mehr Licht fiel folglich auf den Sensor. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Pizza, die man jetzt als Umlaufblende nutzt.
Wenn also die Hälfte der Pizza gegessen wurde, wird der Sensor die Hälfte der Zeit beleuchtet.

Um fortfahren zu können, muss kurz der Begriff “Framerate“ erläutert werden. Die Framerate ist die Bildwiederholrate, also die Zahl, wie viele Bilder hintereinander pro Sekunde aufgenommen werden. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass ein Mensch eine Bewegungsphase ab ungefähr zwölf Bildern pro Sekunde schon als Bewegung wahrnimmt und nicht mehr als stehende Bilder. Das entspräche also einer Framerate von zwölf. Die Formel für die Framerate lautet: X/Zeit.

Achtung – jetzt wird es ein wenig mathematisch, aber versprochen: Es lohnt sich.

Hat man also eine Framerate von 25 Bildern pro Sekunde, beträgt die Belichtungszeit folglich eine fünfzigstel Sekunde, weil ja die Hälfte der Pizza gegessen wurde und somit der Sensor nur die Hälfte der Zeit belichtet wird. 

Die Formel ist also: (1/Framerate)x2

Früher hatten Stummfilme beispielsweise eine Framerate von 16 FPS (frames per second).
Heutige Framerates sind bei Kinofilmen zum Beispiel 24 Bilder pro Sekunde, bei digitalen Produktionen oft auch 25 Bilder pro Sekunde. Um das Bild dann noch flüssiger erscheinen zu lassen, werden diese manchmal aber auch noch einmal verdoppelt.

Jetzt aber wirklich zur 180-Grad-Regel.

Diese besagt nämlich, dass wenn exakt die Hälfte der Umlaufblende – ob jetzt mechanisch oder digital – verdeckt ist, also 180 Grad verdeckt sind, man der Bewegungsunschärfe des menschlichen Auges am nächsten ist. Sprich 25 Frames, eine fünfzigstel Sekunde belichtet.
Deswegen kommt diese Regel noch heute bei sehr vielen Kinoproduktionen zum Einsatz.

Fazit

Das waren jetzt zwei der vier wichtigsten Komponenten einer Kamera. Damit Du Dir hier allerdings keinen Roman durchlesen musst, kommen die anderen beiden ganz bald in einem neuen Blog-Artikel.
Freu Dich schon mal darauf – und schau immer mal wieder bei OnPräs vorbei.
Deine Fullservice- und Filmagentur aus dem Raum Mannheim, Heidelberg freut sich auf Dich!

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