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Filme, Serien, Spots, Videos: Sie alle mĂŒssen produziert werden, mit Kameras, Mikrofonen und Expertise. 
Dabei ist es egal, ob der Film dann am Ende auf Netflix oder YouTube landet; jede Sekunde muss von höchster QualitÀt sein. Gerade in Zeiten der schier endlosen digitalen Möglichkeiten.
Aber was muss bei dem Dreh eines solchen Films mit einer professionellen Kamera eigentlich beachtet werden?
Die Grundlagen des Filmens – jetzt hier, nur bei OnPrĂ€s.

Als Fullservice- und Filmagentur aus dem Raum Mannheim, Heidelberg hat OnPrĂ€s natĂŒrlich schon den ein oder anderen Film verwirklicht. Die hohe QualitĂ€t jedes einzelnen Videos aber fundiert auf dem Know-how unserer Produktion – welche ebenfalls bei den absoluten Grundlagen einer Filmkamera beginnt.
Und damit auch Du diese Grundlagen hast, listen wir sie Dir hier auf, beginnend mit dem Bildsensor.

Der Bildsensor

“Sensor“, ein eher kryptischer Begriff – dabei ist es gar nicht so kompliziert, insbesondere wenn man ihn mit einem Wort aus frĂŒherer Zeit beschreibt. Der Sensor, heute oft elektronisch, war damals nĂ€mlich schlichtweg der in die Kamera eingelegte Film.
Auch zu dieser Zeit war dieser schon verschieden empfindlich, wodurch man deutlich machen musste, welcher Film fĂŒr welche Aufnahmen geeignet war. Deswegen entschied man sich fĂŒr die Einheit “ASA“. Deren Wert war auf den Filmverpackungen abgedruckt und ließ sich so leicht als Indikator fĂŒr die Empfindlichkeit des Films nehmen.
Den Fachbegriff fĂŒr eben jene Empfindlichkeit kennen aber wahrscheinlich auch alle Hobbyfotografen: ISO.
Bei Videokameras spricht man heute statt von ASA alternativ auch von “Gain“, der Sensor ist heutzutage immer elektronisch.

Heutzutage muss der Sensor bei zu hoher oder zu niedriger Empfindlichkeit – ISO – auch nicht mehr ausgetauscht werden, er kann einfach elektronisch verstĂ€rkt werden. Dabei gibt die Zahl der Einheit ASA an, wie stark der Sensor auf dieselbe Lichtmenge reagiert. Die Werte reichen dabei von 50 bis 100 ASA (was fĂŒr direktes Sonnenlicht geeignet ist), bis zu rund 3000 ASA, manchmal auch 6000 bis 8000 ASA, bei Videokameras. Fotokameras können weitaus höhere Wert erreichen.

Fotografen werden es kennen:

…wenn der Sensor sehr empfindlich, also etwas zu sehr emotional ist, bekommt das Bild ein sogenanntes Rauschen – das Bild wird ein wenig “krisselig“, was tatsĂ€chlich bedeutet, dass Pixel aktiviert werden, die sich eigentlich noch ein wenig entspannen könnten und somit ausbleiben sollten.
So entscheidet schon das erste Teil einer Filmkamera, das Du von OnPrĂ€s gezeigt bekommst, ĂŒber die QualitĂ€t des Bildes. Denn ist der Sensor falsch eingestellt, können die Konturen noch so scharf sein – ein ĂŒberragendes Bild wird nicht mehr zu bekommen sein.

Aber Achtung: auch die GrĂ¶ĂŸe des Bildsensors hat einen Einfluss – und zwar auf die SchĂ€rfentiefe!
So ist mit dem in der Regel sehr kleinen Sensor einer Handy- oder EB-Kamera niemals ein so weicher Hintergrund zu erzeugen wie mit einem Super-35-Sensor, Vollformatsensor oder sogar 65mm-Sensor.
Die SchĂ€rfentiefe ist bei den großen Sensoren nĂ€mlich sehr flach.

Noch ein kleiner Funfact zum Thema Sensor: Noch bis vor 15 bis 20 Jahren wurden mehr Produktionen mit einem heute Film durchgefĂŒhrt als mit dessen elektronischen Pendants. Die aufgenommenen Sequenzen wurden zwar auch im Nachhinein digitalisiert – aufgenommen aber trotzdem auf Film. Erst um das Jahr 2010 wurden Kinofilme standardmĂ€ĂŸig digital.

Sogar der noch relativ neue Film “La La Land“ wurde zum Teil auf Film gedreht, weil damit dieser klassische Kinofilm-Look erzeugt werden sollte.

Der Shutter

Der Bildsensor ist ja aber nicht das einzig wichtige Teil einer Filmkamera, vor diesem liegt nÀmlich der Shutter.
Um dessen Funktion besser erklĂ€ren zu können, nimmt man wieder den kleinen Bruder, die Fotokamera. Bei dieser gibt es nĂ€mlich auch einen Shutter. Dieser wird dort nur einmal ganz kurz aufgemacht und lĂ€sst so Licht fĂŒr genau ein Bild auf den Sensor. Der Shutter ist also sozusagen der TĂŒrsteher fĂŒr den Edel-Club Sensor. 
Bei Fotokameras spricht man dabei dann von der “Verschlusszeit“, fĂŒr Hobbyfotografen sicherlich wieder ein bekannter Begriff. 
Doch zurĂŒck zur Filmkamera. Bei der geht der Shutter nĂ€mlich nicht einfach nur kurz einmal auf, sondern immer wieder hintereinander, in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden. 
FrĂŒher war auch der bei Filmkameras mechanisch. Heute hat sich das etwas geĂ€ndert. Der Sensor ist heute oft der Shutter. Wie das funktioniert?
Ganz einfach – der Sensor wird einfach elektronisch nur in einer bestimmten Zeit ausgelesen, wodurch kein extra eingebauter Shutter mehr nötig ist und trotzdem dasselbe Ergebnis erzielt wird.

Global Shutter & Rolling Shutter

  • Der Gobalshutter tastet den ganzen Sensor auf einen Schlag ab, liest ihn auf einmal aus. Sprich Alles ist auf einem Bild, Alles wird auf einmal ausgelesen, BrĂŒche im Bild sind nicht zu erkennen. Deswegen ist diese Art von Shutter auch der bessere, allerdings – wie so oft bei elektronischen, sehr guten Dingen – auch der deutlich teurere in der Produktion.
  • Der Rolling Shutter hingegen liest das Bild in Teilen aus. Am besten vorzustellen ist es, wenn man sich ein Bild auf einem Tablet denkt, das noch verdeckt ist. Nun spielt man selbst Rolling Shutter – was sich in diesem Zusammenhang wie ein Videospiel anhört – und fĂ€hrt langsam mit dem Finger von links oben nach rechts unten. WĂ€hrend man das tut, wird das Bild immer mehr sichtbar, bis am Ende ein vollstĂ€ndiges Foto zu sehen ist. Und genauso macht das auch der Rolling Shutter. Er liest das Bild des Sensors zeilenweise aus und setzt diese Zeilen dann zu einem Bild zusammen. Das aber, kann sich bei dem Filmen von Bewegungen bemerkbar machen, da das Bild ja gewissermaßen nicht unmittelbar zusammenhĂ€ngend ist. Von Rolling Shutter gibt es allerdings auch noch schnellere und langsamere, was die QualitĂ€t des Bildes wiederum entscheidend beeinflusst.

Du willst wissen, welchen Shutter die Filmagentur OnPrĂ€s benutzt? Dann schau demnĂ€chst mal wieder vorbei, wir werden es Dir verraten! 😉

Die 180 – Grad – Regel

Was unbedingt beim Thema Shutter erwĂ€hnt werden muss, ist die 180-Grad-Regel – nicht zu verwechseln mit der bekannten 180-Grad-Achsenregel.
Die 180-Grad-Regel bezieht sich nÀmlich auf den Shutter.
Die Bezeichnung rĂŒhrt von frĂŒher, als man noch mechanische Shutter verwendete und man noch Umlaufblenden nutzte. Eine Umlaufblende ist eine KreisflĂ€che, aus der ein Winkel ausgeschnitten ist.
Dieser Kreis dreht sich mit gleichbleibender Geschwindigkeit innerhalb der Kamera, wodurch immer ein Teil des Sensors – wir erinnern uns: des Films – verdeckt und ein Teil frei, also mit Licht benetzt, war.
Je grĂ¶ĂŸer dabei der Winkel aus der Umlaufblende war, desto mehr Licht fiel folglich auf den Sensor. Ein gutes Beispiel dafĂŒr ist eine Pizza, die man jetzt als Umlaufblende nutzt.
Wenn also die HĂ€lfte der Pizza gegessen wurde, wird der Sensor die HĂ€lfte der Zeit beleuchtet.

Um fortfahren zu können, muss kurz der Begriff “Framerate“ erlĂ€utert werden. Die Framerate ist die Bildwiederholrate, also die Zahl, wie viele Bilder hintereinander pro Sekunde aufgenommen werden. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass ein Mensch eine Bewegungsphase ab ungefĂ€hr zwölf Bildern pro Sekunde schon als Bewegung wahrnimmt und nicht mehr als stehende Bilder. Das entsprĂ€che also einer Framerate von zwölf. Die Formel fĂŒr die Framerate lautet: X/Zeit.

Achtung – jetzt wird es ein wenig mathematisch, aber versprochen: Es lohnt sich.

Hat man also eine Framerate von 25 Bildern pro Sekunde, betrĂ€gt die Belichtungszeit folglich eine fĂŒnfzigstel Sekunde, weil ja die HĂ€lfte der Pizza gegessen wurde und somit der Sensor nur die HĂ€lfte der Zeit belichtet wird. 

Die Formel ist also: (1/Framerate)x2

FrĂŒher hatten Stummfilme beispielsweise eine Framerate von 16 FPS (frames per second).
Heutige Framerates sind bei Kinofilmen zum Beispiel 24 Bilder pro Sekunde, bei digitalen Produktionen oft auch 25 Bilder pro Sekunde. Um das Bild dann noch flĂŒssiger erscheinen zu lassen, werden diese manchmal aber auch noch einmal verdoppelt.

Jetzt aber wirklich zur 180-Grad-Regel.

Diese besagt nĂ€mlich, dass wenn exakt die HĂ€lfte der Umlaufblende – ob jetzt mechanisch oder digital – verdeckt ist, also 180 Grad verdeckt sind, man der BewegungsunschĂ€rfe des menschlichen Auges am nĂ€chsten ist. Sprich 25 Frames, eine fĂŒnfzigstel Sekunde belichtet.
Deswegen kommt diese Regel noch heute bei sehr vielen Kinoproduktionen zum Einsatz.

Fazit

Das waren jetzt zwei der vier wichtigsten Komponenten einer Kamera. Damit Du Dir hier allerdings keinen Roman durchlesen musst, kommen die anderen beiden ganz bald in einem neuen Blog-Artikel.
Freu Dich schon mal darauf – und schau immer mal wieder bei OnPrĂ€s vorbei.
Deine Fullservice- und Filmagentur aus dem Raum Mannheim, Heidelberg freut sich auf Dich!

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